Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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  1. 8. August 1901: König Edward VII. von England Kurgast in Bad Homburg
    Edward VII. von Großbritannien, seit dem 22. Januar 1901 König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und Kaiser von Indien, trifft zum letzten Mal zur Kur in Ritters Parkhotel in Bad Homburg ein. Als Prince of Wales war er stets ein gern gesehener Stammgast in der Kurstadt am Taunus.(OV) ... »Details
  2. 17. August 1901: Eröffnung des Gewerkschaftshauses in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird das Gewerkschaftshaus des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) seiner Bestimmung übergeben. Das an der Ecke Allerheiligenstraße / Stoltzestraße liegende Haus dient als Arbeiterherberge und für größere Versammlungen. Außerdem haben das Gewerkschaftkartell, das Arbeitersekretariat und eine große Zahl von Gewerkschaften ihre Büros und Arbeitsnachweise in ... »Details
  3. 19. August 1901: Kaiser Wilhelm II. gibt von Wilhelmshöhe aus eine Kabinettsordre heraus
    Kaiser Wilhelm II., der sich in Schloss Wilhelmshöhe in Kassel aufhält, gibt eine Kabinettsordre über die Übersiedlung der Angehörigen von Mitgliedern der ostasiatischen Besatzungsbrigade nach China.(OV) ... »Details
  4. 24. August 1901: Eröffnung der Mainschleuse in Offenbach
    Mit der Einweihung der Mainschleuse in Offenbach wird die Großschifffahrt auf dem Main zwischen Frankfurt und Offenbach eröffnet. 1888 hatte die Großherzogliche Handelskammer in Offenbach an das Ministerium des Innern in Darmstadt die Bitte gerichtet, zu erwirken, dass die Kanalisierung bis nach Offenbach weitergeführt werde. Auch die Stadt Hanau trat in der Frage einer Fortsetzung der ... »Details
  5. September-November 1901: Weiterhin erheblicher Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft
    Der Kasseler Regierungspräsident berichtet dem Kaiser am 18. Dezember 1901 für die Monate September bis November, der Arbeitermangel auf dem Land und die Unzulänglichkeit der Qualität des ländlichen Gesindes hätten sich bei dem häufigen Witterungswechsel in der Erntezeit besonders bemerkbar gemacht, so dass die Ernte nur langsam habe eingebracht werden können. Ein Zurückströmen der ... »Details
  6. 1. September 1901: Elektrizitätswerk in Gießen in Betrieb
    Das mit Generatorgas und Wasserkraft betriebene Elektrizitätswerk am unteren Lahnwehr in Gießen nimmt seinen Betrieb auf. Angestoßen wurde der Bau des städtischen Werkes durch Planungen der Königlichen Eisenbahndirektion in Frankfurt am Main, die den Gießener Bahnhof nicht länger mit Gas beleuchten wollte.1=Bereits 1892 hatte ein Ingenieur versucht, eine Konzession zur Errichtung eines ... »Details
  7. 9.-13. September 1901: Einquartierungen während der Manövertage in Frankenberg
    Nach Angaben der Frankenberger Zeitung werden während des Manövers vom 9. bis 13. September in Frankenberg 157 Offiziere und 2.968 Soldaten mit 286 Pferden einquartiert. Die während des Manövers notwendige Einquartierung der ansonsten kaserniert untergebrachten Soldaten, sprich: ihre Zuweisung und Aufnahme in zivile Unterkünfte, ist im Deutschen Reich durch gesetzliche Verordnungen geregelt. ... »Details
  8. 29.-30. September 1901: Versammlung der Nationalsozialen Vereinigung in Frankfurt
    In Frankfurt findet am 29. September eine Vorversammlung zum Parteitag der Nationalsozialen Vereinigung (im Reich) statt. Pfarrer Friedrich Naumann (1860-1919) hält einen Vortrag zum Thema "Worauf beruhen unsre Hoffnungen des Sozialismus ?"||Am 30. September eröffnet Friedrich Naumann den Kongress der Vereinigung, zu dem 133 Vertreter und 141 Stimmberechtigte zusammengekommen sind.(OV) ... »Details
  9. 3. Oktober 1901: August Bebel Zeuge vor dem Landgericht Frankfurt
    Der Wiesbadener Regierungspräsident Richard Wentzel (1850–1916) berichtet, gegen den Redakteur der sozialdemokratischen Zeitung „Volksstimme“ schwebe zur Zeit ein Verfahren wegen Beleidigung durch die Presse, begangen durch Veröffentlichung eines s.g. „Hunnenbriefes“. Die Strafkammer des Landgerichts in Frankfurt am Main habe am 29. August 1901 beschlossen, zunächst den ... »Details
  10. 21. Oktober 1901: Vorlesungsbeginn der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt
    Die Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt am Main wird feierlich eröffnet. Gründer der Akademie sind die Stadt Frankfurt am Main und das Institut für Gemeinwohl unter der Beteiligung der Handelskammer und der Polytechnischen Gesellschaft. ... »Details
  11. 6. November 1901: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Offenbach
    Bei den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung in Offenbach am Main erreicht die Liste der Vereinigten Bürgerparteien, die von dem Weißbindermeister Hermann Roosen angeführt wird, insgesamt 21 Sitze. Die Sozialdemokraten unter ihrem, Spitzenkandidaten, dem Sattlerei-Werkführer Philipp Weipert, erhält 14 Sitze. Außerdem wird ein fraktionsloses Mitglied in die Versammlung gewählt.(OV) ... »Details
  12. 7. November 1901: Proteste Marburger Kriegervereine gegen den englischen Minister Chamberlain
    Eine von den drei Kriegervereinen in Marburg einberufene und gut besuchte Veranstaltung weist in einer Erklärung die schamlosen Verdächtigungen des deutschen Heeres 1870/71 unter Führung unseres heldenmütigen Kaisers Wilhelm I. durch den englischen Minister Chamberlain in seiner Rede zu Edinburg mit Entrüstung und Verachtung zurück und ist sich dessen bewußt, daß der deutsche Soldat an ... »Details
  13. 11. November 1901: Proteste der Alldeutschen gegen Äußerungen des englischen Ministers Chamberlain
    Eine Protestversammlung des Alldeutschen Verbandes in Kassel, die von 1900 Personen besucht ist, verabschiedet nach einem Vortrag von Dr. Tilles über die Weltmachtstellung Deutschlands einstimmig eine in den schärfsten Ausdrücken verfaßte Protesterklärung gegen die Aeußerungen Chamberlains unter wiederholten stürmischen Bravorufen. Sie sendet diese Erklärung an die Reichsregierung. ... »Details
  14. 16. November 1901: Emil von Behring erhält Nachricht über die Zuerkennung des Nobelpreises für Medizin
    Der in der Universitätsstadt Marburg lebende und arbeitende deutsche Immunologe und Serologe Emil von Behring (1854–1917) erhält schriftliche Nachricht über die Zuerkennung des Nobelpreises für Medizin. Mit der Ankündigung der Verleihung des von dem schwedischen Chemiker und Erfinder Alfred Nobel (1833–1896) gestifteten Preises an Behring wird diese Auszeichnung zugleich erstmals ... »Details
  15. 20. November 1901: Debatte über die Anstellung jüdische Richter im Großherzogtum
    Die Zweite Kammer des Hessischen Landtags in Darmstadt debattiert über die Anstellung jüdischer Richter im Großherzogtum. Die Kammer erwartet, daß bei der Anstellung von Beamten der prinzipielle Standpunkt der religiösen Gleichberechtigung gewahrt werde.(OV) ... »Details
  16. 6. Dezember 1901: Unfall mit Oostende-Wien-Express im Frankfurter Hauptbahnhof
    Gegen 5 Uhr früh überfährt die Lokomotive des Oostende-Wien-Express bei ihrer Einfahrt in den Centralbahnhof in Frankfurt am Main den das Bahnhofsgleis 2 begrenzenden Prellbock. Dabei zerreißt die Kupplung zwischen Lok und Zug. Während die Waggons im Gleis stehen bleiben, schießt die Lokomotive samt Schlepptender über den Querbahnsteig hinaus und kommt im Wartesaal der ersten und zweiten ... »Details
  17. 10. Dezember 1901: Verleihung des ersten Medizin-Nobelpreises an Emil von Behring
    Dem Marburger Professor Emil von Behring (1854–1917) wird in Stockholm für seine Arbeiten über Serumtherapie und besonders für deren Anwendung gegen Diphtherie, mit denen er der medizinischen Wissenschaft neue Wege erschloss und dem Arzt eine erfolgreiche Waffe im Kampf gegen Krankheit und Tod gegeben hat1=Vgl. Nobelprize.org – The Official Web Site of the Nobel Prize: The Nobel Prize in ... »Details
  18. 18. Dezember 1901: Evangelische Gemeinschaftsbewegung bringt Unfrieden in Gemeinden
    Der Regierungspräsident in Kassel, August von Trott zu Solz (1855–1938), berichtet dem Kaiser, in einzelnen evangelischen Gemeinden mache sich die sogenannte Gemeinschaftsbewegung geltend, die in dem Streben gewisser Kreise besteht, zwar nicht im Gegensatz zur Landeskirche, wohl aber zur Mehrheit der Glaubensgenossen in besonderem Maße und asketischem Sinne, die Lehren des Christentums im ... »Details
  19. 21. Dezember 1901: Scheidung des Großherzogspaares in Darmstadt
    Großherzog Ernst Ludwig (1868–1937) und seine Gemahlin Viktoria Melita (1876–1936) werden vor dem Senat des Oberlandesgerichts in Darmstadt geschieden. ... »Details
  20. 23. Dezember 1901: Vorlage eines Regentschaftsgesetzes im Hessischen Landtag
    Zwei Tage nach der Ehescheidung Großherzog Ernst Ludwigs wird der Zweiten Kammer des Hessischen Landtags ein Regentschaftsgesetz vorgelegt. Das Gesetz sieht vor, dass eine Regentschaft einzusetzen ist, wenn der Großherzog noch minderjährig ist. Außerdem wird eine Regentschaft erforderlich, wenn ein Großherzog dauerhaft verhindert ist, persönlich die Regierung zu führen oder wenn der Thron ... »Details
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde