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Hessische Biografie

Portrait

Eduard Heinrich Rudolf David
(1863–1930)

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David, Eduard Heinrich Rudolf [ID = 1040]

* 11.6.1863 Ediger (Mosel), † 24.12.1930 Berlin, evangelisch
Dr. phil. – Politiker, Abgeordneter, Publizist, Minister, Gesandter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Volksschule in Krofdorf (Kreis Wetzlar)
  • Besuch der Gymnasien in Gießen und Bielefeld
  • Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Gießen
  • 1881-1884 Kaufmännische Tätigkeit in Berlin
  • 1886-1890 Studium der Philosophie und Germanistik in Gießen
  • 1893 Promotion zum Dr. phil. in Gießen
  • 1891-1894 Lehrer am Gymnasium in Gießen, wegen Eintretens für die SPD aus dem Staatsdienst entlassen
  • 1893 Gründer der Mitteldeutschen Sonntagszeitung in Gießen
  • 1896-1897 Redakteur der Mainzer Volkszeitung in Mainz
  • 1897-1908 Mitglied der 2. Kammer des Hessischen Landtags (Wahlbezirk Mainz I) (SPD)
  • 1903-1918 Mitglied des Deutschen Reichstags, Wahlkreis 9 Hessen-Mainz (SPD)
  • 1903 Vorlesungen an der Gewerkschaftsschule und Freien Hochschule in Berlin
  • 1918 Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt unter Prinz Max von Baden
  • 1919-1920 Mitglied der Verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung
  • 1919 und 1919-1920 Reichsminister ohne Portefeuille
  • 1919 Reichsminister des Innern
  • später Gesandter des Reichs beim Volksstaat Hessen
  • 1920-1921 Lehrauftrag an der Hochschule für Politik in Berlin

Funktion:

  • Hessen, Großherzogtum, 30. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (SPD), 1897-1899
  • Hessen, Großherzogtum, 31. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (SPD), 1899-1902
  • Hessen, Großherzogtum, 32. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (SPD), 1902-1905
  • Deutschland, Deutsches Kaiserreich, Reichstag, 11. Wahlperiode, Mitglied (SPD), 1903-1907
  • Hessen, Großherzogtum, 33. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (SPD), 1905-1908
  • Deutschland, Deutsches Kaiserreich, Reichstag, 12. Wahlperiode, Mitglied (SPD), 1907-1912
  • Deutschland, Deutsches Kaiserreich, Reichstag, 13. Wahlperiode, Mitglied (SPD), 1912-1918
  • 1919 Deutschland, Weimarer Republik, Reichsminister des Innern (SPD)
  • Deutschland, Weimarer Republik, Reichsminister ohne Geschäftsbereich (SPD), 1919-1920
  • Deutschland, Weimarer Republik, Gesandter des Reichs beim Volksstaat Hessen (SPD)

Akademische Vita:

  • Darmstadt, TH// Politikdozent/ 1923-1927

Werke:

  • Sozialismus und Landwirtschaft, 1903
  • Referentenführer, 1907
  • Darwinismus und soziale Entwicklung,1914
  • Die Sozialdemokratie im Weltkrieg, 1915
  • Wer trägt die Schuld am Kriege ? , 1917
  • Warum brauchen wir eine Regierung der Mitte ? , 1920
  • Um die Fahne der Deutschen Republik, 1921
  • Aus Deutschlands schwerster Zeit, 1927
Familie

Vater:

David, Heinrich, Preußischer Rechnungsrat

Mutter:

Werner, Wilhelmine Elisabeth

Partner:

  • Swiderski, Gertrud (21.4.1896), Tochter des Philipp Swiderski, in Leipzig
  • Schmidt, Hermine (1918), Tocher des Karl Schmidt, Dr., in Lahr, Baden
Nachweise

Literatur:

Bildquelle:

Hessische Abgeordnete 1820-1933, 2008, Nr. 124, S. 225. Original StA Darmstadt

Zitierweise
„David, Eduard Heinrich Rudolf“, in: Hessische Biografie <http://www.lagis-hessen.de/pnd/116037288> (Stand: 31.8.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde