Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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SS

  1. Übersicht
  2. Der ab 1926 erfolgende Aufbau der SS in Hessen
  3. Innere Organisation und Gliederung der SS in Hessen
  4. Die SS als „(Mit-) Betreiber“ der hessischen Konzentrationslager
  5. Konspirative Aktivitäten ehemaliger SS-Angehöriger in Hessen nach Kriegsende

1. Übersicht

Die SS, eine paramilitärische Partei-Sonderorganisation der NSDAP, wurde am 4. April 1925 aus acht Angehörigen des ehemaligen „Stoßtrupps Adolf Hitler“ aufgestellt. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte die SS am 16. April 1925 bei der Beerdigung des ehemaligen Münchener Polizeipräsidenten und Oberlandesgerichtsrats Ernst Pöhner (1870-1925), der sich am 8./9. November 1923 am Hitlerputsch beteiligt hatte. Die SS war im Herbst 1925 über Bayern hinaus zunächst auch in Sachsen und Thüringen aktiv.

Die „Elitetruppe der Bewegung“

Die Schutzstaffel verstand sich als „Elitetruppe der Bewegung1 und genoss diesen Status spätestens seit 1926 auch in der öffentlichen Wahrnehmung: Adolf Hitler verlieh der SS, die nach dem Ausscheiden des ersten SS-„Oberleiters“2 Schreck seit Mitte April 1926 von dem 1923 nach Österreich geflohenen Hitlerputsch-Teilnehmer Joseph Berchtold (1897-1962) angeführt wurde, auf dem zweiten Reichsparteitag der NSDAP in Weimar am 4. Juli 1926 die von den Putschisten beim Marsch auf die Feldherrnhalle voran getragene sogen. „Blutfahne“3. Berchtold war von Hitler bereits im August 1923 zum Führer des Stoßtrupps Adolf Hitler ernannt worden, aus dem knapp zwei Jahre später die SS hervorgegangen war.

2. Der ab 1926 erfolgende Aufbau der SS in Hessen

Der erste Hinweis auf die Existenz einer hessischen Formation der "Schutzstaffel" der NSDAP findet sich in einem Bericht des publizistischen Parteiorgans der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, dem "Völkischen Beobachter", vom 19. Juni 1926. Über Veranstaltungen der Partei im Gau Hessen-Nassau-Süd/Hessen-Darmstadt heißt es dort: "Der Frankfurter SA und SS, die jedesmal mit Lastauto und etwa 100 Mann zum Versammlungsschutz erscheint, unsere Anerkennung."4

Die als "Leibgarde" Adolf Hitlers gegründete Formation, die von 1925 bis 1926 zunächst von dem ehemaligen SA-Angehörigen Julius Schreck angeführt wird ("Oberleiter" der SS), fasste während der ersten Jahre ihres Bestehens in Hessen nur in den Großstädten Fuß5, da die Sturmabteilung (SA) ihre innerparteiliche Vorrangstellung nutzte, um den internen Konkurrenten (der ihr bis 1934 formal unterstellt bleibt) möglichst klein zu halten: mit dem Aufbau einer Schutzstaffel durfte erst begonnen werden, wenn innerhalb eines Partei-Gaues der Aufbau eines vollständigen SA-Sturmes abgeschlossen war. Da die SA in den ersten Jahren nach der NSDAP-Neugründung am 26. Februar 1925 in Hessen nur über geringe Mannschaftsstärken verfügte und darüber hinaus die Zahl der SS-Männer pro Gemeinde auf nicht mehr als zehn Prozent der dort aktiven SA-Leute beschränkt werden musste, blieb die später eine zentrale Stellung im Machtgefüge des "Dritten Reiches" einnehmende Schutzstaffel bis Anfang der 1930er Jahre vielerorts ohne größere Bedeutung.

Offenbach am Main

In Offenbach am Main formierte sich der erste SS-Verband Anfang Januar 1927. Der anfangs über sieben Mitglieder verfügende Trupp entstand parallel zur Wiederaufstellung der örtlichen Sturmabteilung.6 Zur Entstehung der SS in heißt es in einem Bericht der antidemokratische und antirepublikanische Personen und Organisationen bekämpfenden politischen Polizei von 1927: „Die Ortsgruppe Offenbach/M. [der NSDAP] hat in jüngster Zeit die Sturmabteilung (SA) wieder ins Leben gerufen und dieselbe unter die Führung des Arbeiters Geis […] gestellt. Sie ist z. Zt. 20 Mitglieder stark. Gleichzeitig hat die Ortsgruppe eine sogenannte Schutzstaffel gegründet, die z. Zt. Aus 7 Mitgliedern besteht. […]“.7

Zu den Mitbegründern der SS in Offenbach zählte zu Jahresbeginn 1927 der aus Schwanheim (Bensheim) stammende gelernte Schlosser Ludwig Seehaus (1897–1943). Seehaus, seit 1925 Mitglied in der NSDAP, fungierte 1928 als Führer der Jugendgruppe der SS in Offenbach. Er wurde im April 1932 zum Untersturmführer ernannt und siedelte im Jahr darauf von Offenbach nach Frankfurt über. 1936 wurde Seehaus aus der SS entlassen und arbeitete fortan als „städtischer Aufseher“. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurde der zwischenzeitlich zum Obersturmbannführer ernannte Seehaus ab 1940 zur Partisanenbekämpfung und Rekrutierung von Zwangsarbeitern in Weißrussland eingesetzt. Dort erlag er drei Jahre später den Folgen einer Schussverletzung.8

Zu den weiteren Gründungsmitgliedern des ersten SS-Verbands in Offenbach zählten der 1925 bis 1927 als Führer der örtlichen SA tätige Dr. Herbert, Max Hoffmann und Willi Frank.9

Frankfurt am Main

In Frankfurt am Main traten die ersten NS-Anhänger 1927 der dort gegründeten SS-Formation bei, darunter v. a. nachmals hochrangige Funktionäre des nationalsozialistischen Machtapparates wie Friedrich Weitzel (s. w. u.) und Leopold Gutterer, Kreisleiter der NSDAP in Göttingen und Hannover, und später als Staatssekretärs im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda ein enger Vertrauter des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels trat ebenfalls 1927 der Frankfurter SS-Formation bei.

Vogelsbergkreis

Die im Verhältnis zur Größe der örtlichen SA-Verbände genau geregelte Beschränkung der personellen Stärke von SS-Gruppen führte dazu, dass sich die „Schutz-Staffel“ in der Provinz erst spät neben die SA setzte. Vielfach blieb die Gründung von SS-Trupps auf lokaler Ebene bis Anfang der 30er Jahre sogar untersagt. Im Vogelsbergkreis bestand immerhin bereits 1931 eine einzelne Abteilung der SS in Vadenrod, einem 9,5 km südlich von Alsfeld gelegenen kleinen Dörfchen mit rund 400 Einwohnern: hier hatte sich der SS-Standartenführer und NSDAP-Landtagsabgeordnete Hans Döring (s. auch w. u.) niedergelassen.

Arolsen

Die damals zur Preußischen Provinz Hessen-Nassau (Kreis der Twiste) zählende nordhessische Kleinstadt Arolsen, früher Waldecksche Residenzstadt und bis 1918 Garnisonsort, wurde ab Frühjahr 1935 Standort für eine kasernierte SS-Einheit. Arolsen galt aber bereits vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 als Hochburg der SS. Im Frühjahr 1935 bezog die SS-Standarte 2 „Germania“ die Kasernen an der den Stadtkern durchlaufenden Großen Allee. Die Einheit wurde ursprünglich als SS-Standarte 3 „Germania“ gegründet, später in SS-Standarte 2 umbenannt und zählte zur SS-Verfügungstruppe, einer kasernierten paramilitärischen Sondereinheit der SS.

Im Dezember 1935 kam Dienststelle des neu geschaffenen SS-Oberabschnitts Fulda-Werra hinzu, die in das Neue Schloss einquartiert wurde. Sie unterstand ab 1937 dem SS-Obergruppenführer Josias Erbprinz zu Waldeck und Pyrmont (1896–1967), dem ältesten Sohn von Friedrich von Waldeck-Pyrmont (1865–1946), dem letzten regierenden Fürsten des bis 1918 bestehenden Fürstentums Waldeck-Pyrmont.

Im Herbst 1943 wurde ein Teil der SS-Führerschule des Wirtschafts-Verwaltungsdienstes in die damalige SS-Kaserne nach Arolsen verlegt. Sie diente der Ausbildung von Fachpersonal. Um die Kaserne der neuen Bestimmung anzupassen, verbrachte man 34 Häftlinge aus dem KZ Buchenwald unter dem Decknamen „Arthur“ nach Arolsen und zwang sie zur Durchführung der Umbauarbeiten. Das nach Arolsen abkommandierte SS-Lehrpersonal brachte weitere 26 Häftlinge mit, die aus aus dem KZ Dachau stammten.

Gezielter Aufbau im Freistaat

Der in Darmstadt ansässige Leiter des Gaues Hessen-Darmstadt Peter Gemeinder (1891-1931) äußerte im Juli 1931 gegenüber der Reichsleitung, dass die Ursache für die im Grunde nicht vorhandene organisatorische Basis der SS in seinem Gaugebiet durch das „Fehlen einer starken Führerpersönlichkeit als Gau-SS-Führer“ zu erklären sei. Demgegenüber wolle man aber in Kürze mit der Aufstellung von kleineren SS-Trupps in allen zum Gau gehörenden Landkreisen beginnen. Die SA werde dabei der Gauleitung unterstützend zur Seite stehen.10 Der am 6. Januar 1929 von der SA übergetretene und in den Jahren 1931 und 1932 für die NSDAP im Hessischen Landtag sitzende Speditionskaufmann Hans Döring (1901-1970) war daraufhin als Leiter der SS-Standarten 2 (Juli 1930 bis Dezember 1931) und 33 Rhein-Hessen (Januar 1932 bis Juli 1932) maßgeblich am Aufbau der SS-Verbände im Freistaat Hessen beteiligt. Bis zum Frühjahr 1932 wurden unter der Leitung Dörings insgesamt etwa achthundert SS-Männer in vier Sturmbannern zusammengefasst.11 Etwa zur gleichen Zeit erfolgte die Aufstellung weiterer SS-Formationen in den hessen-nassauischen Kreisstädten Fulda (6 Mitglieder), Hanau (12 Mitglieder) und Wetzlar (10 Mitglieder), sowie im Raum Waldeck in den Kreisen Arolsen, Korbach und Bad Wildungen, wo zusammen etwa 75 Personen in der SS organisiert waren.12

Die SS (das Akronym wurde in der Anfangszeit der Organisation in mehreren unterschiedlichen Bezeichnungsvarianten wie Sturmstaffel, Saal-Schutz oder Schutzkommando übersetzt, eine offizielle Namensgebung als Schutzstaffel erfolgte erst auf dem Reichsparteitag der NSDAP am 9. November 1925), die nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933, und besonders nach der Entmachtung der SA Ende Juni/Anfang Juli des Jahres 1934 zum wichtigsten Unterdrückungsorgan des Hitlerregimes wird, stellt ab 1934 eigene militärische Verbände neben der Wehrmacht auf und erlangt 1936 die vollständige Kontrolle über das Polizeiwesen im Deutschen Reich. Sie ist maßgeblich an der spätestens ab 1941 durchgeführten systematischen Deportation und Ermordung von schätzungsweise mindestens 5,6 bis 6,3 Millionen europäischer Juden beteiligt.

Friedrich „Fritz“ Weitzel – einer der ersten hessischen SS-Führer

Einer der ersten SS-Führer in Hessen ist der in Frankfurt geborene Schlosser Friedrich Philipp Weitzel (1904-1940), der zuerst in die SA (1924) und nach Aufhebung des Parteiverbots 1925 auch in die NSDAP eintritt. 1926 wird Friedrich „Fritz“ Weitzel unter der Mitglieds-Nr. 408 in die SS aufgenommen, in deren Organisation im Gau Hessen-Nassau er schnell Führungsfunktionen bekleidet (Weitzel wurde 1927 SS-Führer des Gaues Hessen-Nassau-Süd). Nach seinem Wechsel ins Rheinland wird Weitzel 1929 zum SS-Standartenführer ernannt, bei den Wahlen zum 5. Deutschen Reichstag der Weimarer Republik erlangt er ein Mandat für die NSDAP. Im Dezember 1931 befördert man ihn zum SS-Gruppenführer. Nach der Machtergreifung löst Weitzel den bisherigen demokratischen Düsseldorfer Polizeipräsidenten Hans Langels (Zentrumspartei) ab. „Fritz“ Weitzel, ein Duzfreund Himmlers und als Polizeichef des Regierungsbezirks Düsseldorf für seine brutalen Methoden bekannt, leitet ab 1. Mai 1933 mit der dem preußischen Innenminister unterstellten Staatspolizeileitstelle (StaPo) Düsseldorf die nach Berlin zweitgrößte Gestapostelle im Deutschen Reich. Er fungiert ab 1934 zusätzlich als Führer des SS- und SD-Oberabschnitts West und betreibt die Bindung seiner Dienststelle an die parteiinternen Organisationen des NS-Machtapparates mit Nachdruck.

3. Innere Organisation und Gliederung der SS in Hessen

(a) SS-Standarten

Der organisatorische Aufbau der SS auf dem Gebiet des heutigen Hessen (Stand: Dezember 1944) gliederte sich in mehrere SS-Standarten, die aus drei bis vier Sturmbannen (i. d. R. drei aktive Einheiten und eine Reserveeinheit) gebildet wurden. Jede SS-Standarte verfügte über einen reguläre Personalstärke von mindestens 1.000 Mann und rangierte eine Organisationsebene niedriger als die als SS-Abschnitt und (darüber) SS-Oberabschnitt bezeichneten „Führungsebenen“. Einheiten und Standorte waren die SS-Standarte 2 (dem Oberabschnitt „Rhein-Westmark“ zugeordnet) mit Sitz in Frankfurt am Main, die Standarte 33 „Rhein-Hessen“ (Oberabschnitt „Rhein-Westmark“) in Darmstadt, die Standarte 35 (Oberabschnitt „Fulda-Werra“) in Kassel, die Standarte 78 (Oberabschnitt „Rhein-Westmark“) in Wiesbaden und die Standarte 83 „Ober-Hessen“ (ebenfalls Oberabschnitt „Rhein-Westmark“) in Gießen.

(b) SS-Abschnitte

Von den nächstrangig übergeordneten SS-Abschnitten hatte der Abschnitt XXX (Oberabschnitt „Rhein-Westmark“) seinen Sitz in Frankfurt am Main, der für die Standarte 35 in Kassel verantwortliche Abschnitt XXVII, einziger Abschnitt des Oberabschnitts „Fulda-Werra“, saß in Weimar (Thüringen).

(c) SS-Oberabschnitte

Die Oberabschnitte hatten ihrerseits Standorte in Arolsen (Oberabschnitt 9 „Fulda-Werra“) und in Wiesbaden (Oberabschnitt 12 „Rhein-Westmark“).

Die Leitung der Oberabschnitte (Abk. „Oa.“) lag in den Händen von SS-Obergruppenführern. So wurde beispielsweise der Oberabschnitt 9 „Fulda-Werra“ ab 1937 von dem in Arolsen geborenen Adligen und späteren Oberhaupt des Hauses Waldeck-Pyrmont, Josias zu Waldeck und Pyrmont (1896-1967) angeführt.

Der in Le +Ban-Saint-Martin bei Metz (Lothringen) geborene Theodor „Theo“ Berkelmann (1894-1943), vormals Adjutant des Reichsführers-SS, stand seit November 1941 dem Oberabschnitt Rhein zunächst als Gruppenführer, und ab 1942 im Rang eines SS-Obergruppenführers vor. Bis zu seiner Ablösung leitete der an Krebs erkrankte Berkelmann für wenige Wochen den erst im September 1943 aus der Zusammenführung der Oa. „Rhein“ und „Westmark“ entstandenen Oa Rhein-Westmark und wurde am 9. November 1943 durch den SS-Gruppenführer Jürgen Stroop (1895-1952) in dieser Funktion abgelöst. Stroop verantwortete als SS- und Polizeiführer im Frühjahr 1943 mit persönlichem Auftrag Himmlers die Leitung der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto (19. April bis 16. Mai 1943).13

(d) SS-Reiterstandarten

In Arolsen und Frankfurt am Main bestanden außerdem mit den Reiterstandarten („SS-RSt.“) 10 und 13 berittene Verbände der SS, die direkt vom zuständigen Oberabschnittsleiter der Allgemeinen SS kontrolliert wurden und sich wie die „Fußtruppen“ aus drei aktiven und einem Reserve-Sturmbann zusammensetzten.

4. Die SS als „(Mit-) Betreiber“ der hessischen Konzentrationslager

Federführend war die SS bei der Errichtung, Verwaltung und Bewachung der nationalsozialistischen Konzentrationslager, die bei der ebenfalls maßgeblich von der SS verantworteten Planung und Durchführung der systematischen Vernichtung der Juden aus Deutschland und den annektierten bzw. besetzten Territorien eine zentrale Rolle spielten.


Anfangs entstanden diese (oft improvisierten) Lager unter der Bezeichnung „Konzentrationslager für politische Schutzhäftlinge“ vorrangig als Internierungsstätten für politische Gegner, die nach der „Machtergreifung“ der Nazis zu Zehntausenden verhaftet worden waren. Die Inhaftierung der Gefangenen bei dieser „Säuberung“ erfolgte ohne richterlichen Beschluss und ohne jedes Gerichtsverfahren allein auf Grundlage der sogen. „Schutzhaft“.14

Dies ermöglichte es den neuen Machthabern, „bis auf weiteres“ willkürlich Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschafter und andere aus Sicht des Regimes missliebige „Elemente“ zu inhaftieren. Ausführende Organe waren dabei SA, Gestapo und SS.

Die frühen Konzentrationslager waren ihrer Organisation nach sehr unterschiedlich und wurden anfangs in aller Regel von der SA eingerichtet, daneben auch von den Innenministerien der Länder und der Gestapo. Das einzige Konzentrationslager der „ersten Generation“, dass von Beginn an unter der alleinigen Leitung der SS stand, war das im März 1933 eingerichtete, etwa 20 Kilometer nordwestlich von München gelegene KZ Dachau, das in mancher Hinsicht als „Prototyp“ der späteren systematisch aufgebauten Lager der „zweiten Generation“ diente.

Reichsweit wurden ab Frühjahr 1933 unsystematisch etwa 70 solcher „frühen“ Konzentrationslager eingerichtet, davon zwei in Hessen: Osthofen bei Worms als Lager für politische Gegner aus dem Bereich Süd- und Mittelhessen, und Breitenau zur Unterbringung von Gefangenen aus dem Regierungsbezirk Kassel. Im Gegensatz zur späteren Praxis, die Existenz oder mindestens Teile der Funktionen der Konzentrationslager gegenüber der breiten Öffentlichkeit möglichst zu verschleiern, standen das KZ Osthofen und das KZ Breitenau im Frühling und Sommer 1933 teilweise stark im Licht der lokalen und regionalen Presseberichterstattung.15

Das KZ Osthofen stand zudem von Anfang an unter dem Befehl des SS-Sturmbannführers und gebürtigen Osthofeners Karl Heinrich d’Angelo (1890-1945), der nach der Schließung des Lagers (aufgelöst als eines der letzten KZ der „ersten Generation“ im Juli 1934) im Februar 1935 in das Konzentrationslager Dachau versetzt wurde, und dort als „Schutzhaftlagerführer“ die zweitmächtigste Position nach dem Lagerkommandanten bekleidete.16

Die Bewachung des KZ Osthofen wurde anfangs sowohl von SS- als auch SA-Männern übernommen, die man aus Worms und Umgebung rekrutierte. Im Herbst 1933 erfolgte die Ablösung der SA-Leute durch SS-Angehörige aus Darmstadt und Offenbach, sodass die SS bis Juli 1934 faktisch die alleinige Kontrolle über das Lager ausübte.


Der Dachauer KZ-Kommandant Theodor Eicke, ab 10. Dezember 1934 Leiter der Gestapo-Dienststelle „Inspektion der Konzentrationslager“ (IKL), erhielt von Himmler im Mai 1934 den Auftrag, die bestehenden Konzentrationslager zu übernehmen und einer durchgreifenden organisatorischen Neuordnung zu unterziehen. Zwischen 1934 und 1937 wurden daraufhin alle bestehenden frühen KZs der „1. Generation“ mit Ausnahme des Lagers Dachau aufgelöst.

Die unter der Ägide der SS geschaffene „zweite Generation“ von Konzentrationslagern diente schwerpunktmäßig nicht mehr nur der Inhaftierung politischer Oppositioneller, sondern nun in zunehmendem Maße auch als Arbeits- und Vernichtungslager. Untergebracht wurden hier Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten und Außenseiter, die auf Grund der rassischen und antisemitischen Ordnungsvorstellung der zum propagandistischen Leitbegriff gemachten NS-„Volksgemeinschaft“ planmäßig der „Vernichtung durch Arbeit“ zum Opfer fallen sollten.

Während das KZ Osthofen, in dem bei seiner Auflösung noch immer 84 Personen in „Schutzhaft“ einsaßen, nach der Neuausrichtung der Lagerpolitik und Lagerreorganisation nach dem von Eicke entwickelten „Dachauer Modell“ keine institutionelle Fortsetzung fand, wurde das ehemalige KZ der „1. Generation“ im Kloster Breitenau im Sommer 1940 zu einem Arbeitserziehungs- und Konzentrationssammellager. Der Kasseler Gestapo unterstellt, inhaftierte man dort bis Kriegsende erneut insgesamt etwa 8.500 Personen, die in „Schutzhaft“ gelangten. Mehrheitlich befanden sich darunter ausländische Zwangsarbeiter, die in irgendeiner Form gegen Arbeitsauflagen verstoßen hatten oder sonst wie „auffällig“ geworden waren. Den Aufenthalt der Häftlinge begrenzte man auf eine Dauer von 56 Tagen, um nach erfolgter „Disziplinierung“ im Lager die zur Zwangsarbeit verpflichteten möglichst schnell wieder an ihre Einsatzorte in der Produktion zurückführen zu können. Daneben wurden aber erneut auch Deutsche inhaftiert, die aufgrund ihrer jüdischen Abstammung oder als Regimegegner in die Fänge der Gestapo gelangt waren. Die jüdischen Lagerinsassen schob man ab Ende 1941 zumeist mit dem nächsten Sammeltransport in die großen Vernichtungslager im deutsch besetzten Polen und in Weißrussland ab, wo die meisten von ihnen umkamen.

5. Konspirative Aktivitäten ehemaliger SS-Angehöriger in Hessen nach Kriegsende

Einer der nach Kriegsende meistgesuchten Kriegsverbrecher und Angehörigen der SS, der als „Schlächter von Lyon“ bekannte Klaus Barbie, lässt sich Anfang 1946 in der Universitätsstadt Marburg nieder und ist am Aufbau einer konspirativen Vereinigung ehemaliger Angehöriger der Schutzstaffel in Nordhessen und im weiteren Raum der amerikanischen und der britischen Besatzungszone beteiligt. Veteranen der Waffen-SS beteiligten sich auch am hessischen Landesverband der am 23. Juni 1950 in Frankfurt am Main gegründeten rechtsextremen Vereinigung „Bund Deutscher Jugend“ (BDJ), die nach außen als Jugendverband in der Tradition der Bündischen Jugend oder des Wandervogels auftrat. In der Öffentlichkeit programmatisch v. a. eine strikt antikommunistische Linie vertretend, wies der BDJ im Inneren ausgeprägt konspirative Züge auf. Man warb gezielt um ehemalige NSDAP-Parteifunktionäre und Angehörige der Waffen-SS und unterhielt mit der Teilorganisation „Technischer Dienst“ (TD) ab Sommer 1951 eine sich personell aus diesen Kreisen zusammensetzende, bundesweit organisierte, freikorps-ähnliche Partisanentruppe mit schätzungsweise 1.000 bis 2.000 Mann. Regelmäßige Lehrgänge zur Partisanen-Ausbildung fanden ab 1952 in der Gemeinde Waldmichelbach / Odenwald (Kreis Bergstraße) statt. Aufgrund der Selbstdarstellung des BDJ als antikommunistischer Aktivposten und Teil der bürgerlichen Jugendbewegung, erfreute sich das Sammelbecken für Alt-Nazis bis Mai 1952 finanzieller Unterstützung durch die Amerikaner, aber auch durch Industrielle und sogar Bundesbehörden. Nach eigenen Angaben zählte der BDJ im September 1950 rund 16.000 Mitglieder, Anfang des Folgejahres bereits 17.500. Das Hessische Ministerium des Inneren bezifferte dagegen die reale Mitgliederstärke zu diesem Zeitpunkt auf etwa von 700. Anfang 1953 wurde der Bund Deutscher Jugend und sein Ableger „Technischer Dienst“ aufgrund seines rechtsextremen Charakters und der „Beteiligung an einer Geheimorganisation“ (sprich: die Ausbildung von Partisanen) durch seine Mitglieder verboten. Der Kriegsverbrecher Klaus Barbie war als Rekrutierer für den BDJ aktiv.

Kai Umbach


  1. Vgl. Höhne, Heinz: Der Orden unter dem Totenkopf: Die Geschichte der SS, Gütersloh 1967, S. 29.
  2. Die Bezeichnung „Oberleiter“ wurde ab 1. November 1926 in „Reichsführer-SS“ umgewandelt.
  3. Die Blutfahne, eine Hakenkreuzflagge, die beim versuchten Putsch gegen die Reichsregierung in München am 9. November 1923, von den Anhängern Adolf Hitlers mitgeführt worden war, diente in Anlehnung an ein mittelalterliches Ritual ab 1926 auf allen Parteitagen der NSDAP zur „Weihe“ von Parteifahnen und SS-Standarten. Zwischendurch wurde die zum rituellen Kultgegenstand erhobene Fahne in Erinnerung an die beim Putschversuch umgekommenen 16 „Blutzeugen der Bewegung“ bis 1931 im „Ehrensaal der SA“ in der NSDAP-Geschäftsstelle in München aufbewahrt. Später gelangte sie in die „Fahnenhalle“ des Braunen Hauses.
  4. Völkischer Beobachter (1926), Nr. 138 vom 19. Juni 1926, zit. n. Schön, Eberhart: Die Entstehung des Nationalsozialismus in Hessen (Mannheimer sozialwissenschaftliche Studien; Bd. 7), Meisenheim am Glan 1972 (zugl.: Mannheim, Univ., Diss., 1970), S. 142.
  5. Bis Anfang 1930 nur in Frankfurt a. M., Wiesbaden und Kassel.
  6. Vgl. Klausch, Hans-Peter: Tätergeschichten: Die SS-Kommandanten der frühen Konzentrationslager im Emsland (DIZ-Schriften; Bd. 13), Bremen 2005, S. 180. Vgl. dagegen anders Klemm, Bernd (Hg.): „... durch polizeiliches Einschreiten wurde dem Unfug ein Ende gemacht.“: Geheime Berichte der politischen Polizei Hessen über Linke und Rechte in Offenbach 1923–1930, Frankfurt/Main [u. a.], 1982, S. 383, dort ist bereits das Vorjahr 1926 als Gründungsdatum des örtlichen SS-Verbands genannt.
  7. Zit n. ebd.
  8. Vgl. Darmstädter Echo vom 29. Oktober 2013, Online-Ausgabe: „Keiner Ehrung würdig“, URL: http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/bensheim/Keiner-Ehrung-wuerdig;art1233,4418642, abgerufen am 01.12.2014.
  9. Vgl. dazu Moos, Ludwig: SA in Hessen: Geschichte der Brigaden 50 und 150. In deren Auftrage verfasst von Ludwig Moos, Groß-Gerau [1933], S. 143.
  10. Vgl. Schön, Eberhart: Die Entstehung des Nationalsozialismus in Hessen (Mannheimer sozialwissenschaftliche Studien; Bd. 7), Meisenheim am Glan 1972 (zugl.: Mannheim, Univ., Diss., 1970), S. 142 f.
  11. SS-Sturmbanne I/33 Darmstadt/Offenbach/Groß-Gerau, II/33 Rheinhessen-Bergstrasse, III/33 Odenwald und IV/33 Oberhessen.
  12. Vgl. Schön, Eberhart: Die Entstehung des Nationalsozialismus in Hessen (Mannheimer sozialwissenschaftliche Studien; Bd. 7), Meisenheim am Glan 1972 (zugl.: Mannheim, Univ., Diss., 1970), S. 143.
  13. Vorgänger von Berkelmann und Stroop als Leiter des Oberabschnitts „Rhein“ mit Sitz in Wiesbaden waren seit Jahresbeginn 1934 (1.) SS-Brigadeführer August Heissmeyer (1897-1979; im Amt 1. Januar 1934 bis 22. Mai 1935), der erwähnte (2.) SS-Gruppenführer Josias Erbprinz zu Waldeck-Pyrmont (im Amt 20 Juni 1935 bis 31 Dezember 1936, anschließend Leiter des Oberabschnitts „Fulda-Werra“), (3.) SS-Gruppenführer Richard Hildebrandt (1897-1952; im Amt 1. Januar 1937 bis 25. September 1939), (4.) SS-Brigadeführer Jakob Sporrenberg (1902-1952; im Amt 26. September 1939 bis 18. Juni 1940) und (5.) SS-Brigadeführer Erwin Rösener (1902-1946; im Amt 18. Juni 1940 bis 18. November 1941). Theodor Berkelmann übernahm den Oberabschnitt „Rhein am 18. November 1941 und wechselte zum 11. September 1943 in den Reichsgau Wartheland.
  14. Wichtige Artikel mit verbrieften Freiheitsrechten der Weimarer Verfassung waren, wurden durch die 28. Februar 1933 erlassene Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat („Reichstagsbrandverordnung“), der Verordnung zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 aufgehoben, darunter die Artikel 114-118 (das Verbot von Beschränkungen der persönlichen Freiheit, die Unverletzlichkeit der Wohnung und des Brief-, Post-, Telegraphen- und Fernsprechgeheimnisses, die uneingeschränkte Meinungsfreiheit), die Artikel 123 (Versammlungsfreiheit) und 124 (Vereinigungsfreiheit), sowie der Artikel 153 (Recht auf Eigentum).
  15. In hessischen Lokalzeitungen erschienen über die hessischen Konzentrationslager im Frühjahr 1933 zahlreiche Berichte. So veröffentlichten hessische Blätter allein über das im Regierungsbezirk Kassel gelegene Lager Breitenau insgesamt nicht weniger als 49 Artikel. Im Lager Osthofen wurde im Frühjahr 1933 eine offizielle Begehung in Begleitung von Werner Best durchgeführt. Die Berichte der beteiligten Journalisten wurden allerdings im Anschluß nur in manipulierter Form gedruckt. Vgl. Milton, Sybil: Die Konzentrationslager der dreißiger Jahre im Bild der in- und ausländischen Presse, in: Ulrich Herbert / Karin Orth / Christoph Dieckmann: Die nationalsozialistischen Konzentrationslager: Entwicklung und Struktur, Band 1, Göttingen 1998, S. 135-147, hier: S 136 f.
  16. Vgl. Rack, Klaus-Dieter / Vielsmeier, Bernd (Bearb. u. Hrsg.): Hessische Abgeordnete 1820-1933: Biografische Nachweise für die Erste und Zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen 1820 - 1918 und den Landtag des Volksstaats Hessen 1919-1933 (Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission; Neue Folge, Bd. 29 / Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen; Nr. 19), Darmstadt 2008, S. 122.
Sachbegriffe
SS
Einträge

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  1. Erster Hinweis auf hessische SS im "Völkischen Beobachter", 19. Juni 1926
  2. Alexander Langsdorff promoviert an der Universität Marburg zum Dr. phil., 9. März 1927
  3. Pompöse Beerdigung des NSDAP-Gauleiters Peter Gemeinder in Darmstadt, Anfang September 1931
  4. Allgemeines Verbot der SA und SS durch Notverordnung des Reichspräsidenten, 13. April 1932
  5. Massenkundgebung der NSDAP in Marburg, 11. Januar 1933
  6. Wahlkampfauftakt der NSDAP in Darmstadt, 6. Februar 1933
  7. Nationalsozialist Heinrich Müller übernimmt Polizeigewalt im Volksstaat Hessen, 6. März 1933
  8. Hakenkreuzfahnen über Marburger Amtsgebäuden, 8. März 1933
  9. Verhaftung zahlreicher Gewerkschafter bei Besetzung der Gewerkschaftshäuser, 2. Mai 1933
  10. Einrichtung des Konzentrationslagers Breitenau in dem ehemaligen Benediktiner-Kloster des Ortes Guxhagen, 15. Juni 1933
  11. Ehemalige "Separatisten" in Limburg in Schutzhaft genommen, 31. Juli 1933
  12. Rigorores Wohlgehen des Wohlfahrtsamts Frankfurt gegen erwerblose Frauen, Mai - Juni 1934
  13. Berichte über Mißstände und Verschwendung in der nationalsozialistischen Kommunalverwaltung, Juli - August 1934
  14. Einrichtung einer Außenstelle des Sicherheitsdienstes der SS in Darmstadt, Herbst 1935
  15. Gründung von Landesämtern für Volkskunde zur Gleichschaltung volkskundlicher Arbeit, 1938
  16. Arbeitstagung der deutschen Heimstättenämter der Deutschen Arbeitsfront in Frankfurt, 25.-31. Oktober 1938
  17. Verwüstung der Synagoge und jüdischer Einrichtungen in Kassel, 7. November 1938
  18. Bericht über die Haltung der katholischen deutschen Bischöfe, Frühjahr 1939
  19. Verpachtung des Wiesbadener Kinderheims „Antoniusheim“ an den nationalsozialistischen „Lebensborn“-Verein, 13. September 1939
  20. Zahlreiche Zuhörer für Nachrichten ausländischer Sender, Herbst 1939
  21. Aktivitäten und Veranstaltungen der katholischen Kirche gegen Alkoholmißbrauch, Herbst 1939
  22. Flugblattabwürfe über Frankfurt während der "Führerrede", 10. Oktober 1939
  23. Kritik an bevorzugter Versorgung für kriegsgefangene Offiziere, 23. Oktober 1939
  24. Bericht über stark gestiegenen Absatz ausländischer Zeitungen, 23. Oktober 1939
  25. Kritik an Bevorzugung der Geistlichen bei Einschränkungen der Kraftfahrzeugzulassungen, 25. Oktober 1939
  26. Pferdekrankheit behindert Einquartierungen in Hessen, 25. Oktober 1939
  27. Abwürfe feindlicher Flugblätter auch in Hessen, 8. November 1939
  28. Erhebliche Probleme bei der Evakuierung der deutschen Bevölkerung aus den westlichen Grenzgebieten, 8. November 1939
  29. Berichte über kleinere antifaschistische Aktionen in Kassel und Frankfurt, 10.-11. November 1939
  30. Bericht über defätistische Haltung katholischer Kreise zum Krieg, 1. Dezember 1939
  31. Geheimer Bericht über die Lage an den Hochschulen, 5. Februar 1940
  32. Gerüchte über die Rückkehr Kaiser Wilhelms II. ins Reich, 20. März 1940
  33. Weiterhin feindliche Flugblattabwürfe auch über Kurhessen, 29. März 1940
  34. Bericht über die Finanzierung wissenschaftlicher Arbeit im Krieg, 6. Mai 1940
  35. Bericht über die angespannte Ernährungslage und den Gemüsemangel im Reich, 23. Mai 1940
  36. Bericht über die Mitwirkung von Wissenschaftlern an der Kriegspropaganda, 30. Mai 1940
  37. Bericht über einen Vortrag der Frauenrechtlerin Gertrud Bäumer in Marburg, 30. Mai 1940
  38. Berichte über eine schlechte Versorgung mit Kartoffeln, 30. Mai 1940
  39. Bericht über Klagen wegen unzureichenden Luftschutzes gegen feindliche Angriffe, 10. Juni 1940
  40. Bericht über die psychische Wirkungen von Bombenangriffen, 4. Juli 1940
  41. Gerüchte über den feindlichen Abwurf von Kartoffelkäfern, 4. Juli 1940
  42. Bericht über Verhalten deutscher Mädchen gegenüber "fremdrassigen Ausländern", 8. Juli 1940
  43. Meldungen über das verstärkte Auftreten von Kartoffelkäfern, 8. Juli 1940
  44. Meldungen über Fliegerangriffe auf Eschwege und Frankfurt, 11. Juli 1940
  45. Bericht über die im Reich grasierenden Kettenbriefaktionen, 18. Juli 1940
  46. Bericht über die "nachteilige Einflußnahme der katholischen Seelsorge auf die Gesamtstimmung", 22. August 1940
  47. Klagen über gestörten Rundfunkempfang, 14. Oktober 1940
  48. Bericht über die Situation an den deutschen Hochschulen, 14. November 1940
  49. Bericht über angebliche Proteste gegen Swingorchester in Frankfurt, 6. März 1941
  50. Meldungen über schlechte Versorgung mit Schuhen und dadurch bedingte Arbeitsausfälle, 25. März 1941
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde