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Reichstagung des Christlich-Sozialen Volksdienstes in Kassel, 21. April 1930

In Kassel wird die erste Reichstagung des Christlich-Sozialen Volksdienstes eröffnet. Das Hauptreferat hält der Landtagsabgeordnete Paul Bausch (1895–1981) aus Württemberg. Er führt unter anderem aus, man könne den Kampf um Deutschlands Freiheit nicht führen, solange man den Rechtsgedanken im Leben der Völker ablehne und befangen sei im Bann des Machtgedankens. Wer den Krieg als das einzig mögliche Mittel zur Schlichtung der Streitigkeiten der Völker ansehe, könne nach Meinung des Volksdienstes niemals ein Faktor im Kampf des deutschen Volkes um seine Freiheit werden. Er begrüßt die junge volkskons(ervative) Bewegung und die volksnationalen Kräfte, die vom Jungdeutschen Orden herkämen. Der Volksdienst müsse jedoch seinen Weg allein gehen. Der evangelische Volksteil sei selbst an seiner Ohnmachtsstellung schuld; es sei wichtig, dafür zu sorgen, daß die Gleichgewichtslage zwischen den Konfessionen wiederhergestellt werde.
(OV )

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Reichstagung des Christlich-Sozialen Volksdienstes in Kassel, 21. April 1930“, in: Zeitgeschichte in Hessen <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/2211> (Stand: 21.4.2017)
Ereignisse im März 1930 | April 1930 | Mai 1930
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