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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 14. Zierenberg

Zierenberg

Stadt · 281 m über NN
Gemeinde Zierenberg, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Stadt

Lagebezug:

10 km nordöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage:

Das heutige, größere Stadtgebiet von Zierenberg erstreckt sich weit nach Norden. Seine Prägung erfährt es dabei vom Warmetal, von langgestreckten, bewaldeten Höhenzügen und von einzelnen hervorstechenden Erhebungen wie dem Dörnberg und dem Großen Gudenberg.

Die Altstadt von Zierenberg besitzt eine charakteristische städtebauliche Gestalt mit ihren parallel laufenden Hauptstraßen und rechtwinklig dazu gehenden Querstraßen sowie mit ihrem Marktplatz und Rathaus.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Volkmarsen - Vellmar/Obervellmar seit 1897.

Ersterwähnung:

1293

Siedlungsentwicklung:

Zierenberg ist eine Stadtgründung aus dem (ausgehenden) 13. Jahrhundert. Bei der Stadtgründung griff Landgraf Heinrich auf die zum Kloster Hasungen gehörigen Dörfer Hedewichsen, Hilboldessen und Rohrbach zurück. Die Einigung deswegen mit dem Kloster erfolgte 1298.

Am 01.12.1970 schloss sich die Stadt Zierenberg mit der Gemeinde Laar zusammen.

Am 31.12.1970 folgten die unmliegenden Gemeinden Escheberg und Hohenborn.

Am 01.02.1971 kamen schließlich noch die benachbarten Gemeinden Burghasungen, Oberelsungen und Oelshausen hinzu.

Verwaltungssitz ist weiterhin die Kernstadt Zierenberg.

Historische Namensformen:

  • Thirberg (1298) (Grotefend LR 383)
  • Derberg (1322) (Schultze 1462)
  • Dyrenberg (1333) (UA Hasungen)
  • Thyrenberg (1334) (UA Hasungen)
  • Cirenberg (1359) (UA Hasungen)
  • Tzirenberg (1374) (UA Hasungen)
  • Zierenberg

Ortsteile:

  • Laar und Zierenberg (ab 01.12.1970);
  • Escheberg und Hohenborn (ab 31.12.1970);
  • Burghasungen, Oberelsungen und Oelshausen (ab 01.02.1971).

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Burg Blumenstein

Gudenburg Grosser Gudenberg

Gudenburg Kleiner Gudenberg

Schartenburg

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3521090, 5692672
UTM: 32 U 521008 5690835
WGS84: 51.36838157° N, 9.301781783° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633029000

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (ha): 2624, davon 906 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1585: 221 Haush. (OSt)
  • 1747: 176 Haush. (DB)
  • 1895: 1608 Einwohner
  • 1939: 1734
  • 1961: 2545
  • 1970: 3314

Diagramme:

Zierenberg: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Die Schartenburg wurde bis ungefähr 1470 Amtssitz, worauf man diesen dann nach Zierenberg verlegte.
  • 1821: Kreis Wolfhagen
  • 1848: Bezirk Kassel
  • 1851: Kreis Wolfhagen
  • 1972: Landkreis Kassel

Altkreis:

Wolfhagen

Gericht:

  • Um 1900: Amtsgerichtsort
Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Die Stadt war im Besitz der Landgrafen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1333: Pleban;
  • 1352: Pfarrei (GR Zierenberg).

Pfarrzugehörigkeit:

Zur protestantischen Pfarrei Zierenberg waren die Kolonien Friedrichsau und Friedrichsstein sowie die Domänen Rangen und Hof Laar eingepfarrt (Hochhuth 242).

Patronat:

1305 überließ Hasungen das Patronat über die Kapelle zu Zierenberg den Landgrafen (Grotefend LR 458).

Klöster:

Kirchliche Mittelbehörden:

Die Klasse Zierenberg umfasst die Pfarreien Breuna, Dörnberg, Ehlen, Ehrsten, Ersen, Haueda, Martinhagen, Niederelsungen, Oberlistingen, Obermeiser, Westuffeln, Wettesingen und Zierenberg (Hochhuth 242-266).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Zierenberg, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/633029000> (Stand: 14.4.2014)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde